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Die Kurz-Geschichte des Deutschen Hauses

Die Geschichte des "Deutschen Hauses" beginnt im Jahr 1848 als eine Ausspannwirtschaft.

Nach dem Krieg 1870/1871 begann in Deutschland ein wirtschaftlicher Aufschwung, den man die "Gründerzeit" nannte.
Die Inseln wurden als Kurorte entdeckt und ein bis dahin nicht gekannter Zustrom an Gästen setzte ein.
Da es noch keine direkten Zugverbindungen gab und der Fährverkehr extrem Tideabhängig war, wurden in Norden Übernachtungsmöglichkeiten benötigt.
Im Jahr 1880 wurde das "Deutsche Haus" daher westenlich vergrößert und die ersten Fremdenzimmer wurden eingerichtet, es entstand die schöne Fassade, die bis heute erhalten ist.

Nach dem Umbau des Hotels wurde im Jahr 1871 der prunkvolle Kaisersaal errichtet.

Nach dem Krieg 1914/18 wurde das Deutsche Haus vom damaligen Kreis Norden gekauft und zum Wirtschafts- und Arbeitsamt umgewandelt.

1920 wurde das Gebäude dann wieder seiner Bestimmung als Hotel zugeführt.

1934 wurde das Hotel von der Familie Meinberg übernommen, die das Hotel den Zeitgeist anpassten und unter anderem in allen Zimmern für fließend warmes und kaltes Wasser sorgten.
Der 2. Weltkrieg machte alle weiteren Pläne zunichte.Während des Krieges war es Sitz der SS.

Das Hotel wurde nach dem Krieg durch die Besatzungsmacht beschlagnahmt,
in dem Saal wurden Kriegsverbrecherprozesse abgehalten.

Beim Einsetzten des Wirtschaftswunders übernahm die Familie Meinberg wieder die Leitung des Hotels und führten umfangreiche Umbauten und Erweiterungen aus,
um das Hotel wieder zum "ersten Haus am Platze" zu machen.
1973 übergab die Familie Meinberg das Hotel an ihren Sohn Herbert, der die Geschicke des Hauses bis in das Jahr 2003 leitete.
Herr Meinberg steht auch heute noch gerne jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, wofür wir uns hiermit bei ihm herzlich bedanken möchten.

Herr Meinberg hat dem Haus freundlicherweise alte Fotografien zur Verfügung gestellt, die im langen Flur zwischen Eingang und Saal ausgestellt sind:


   
                    Aussenansicht                                                            Saal 1954


Historsicher Flur

Im Jahr 2003 wurden erneut umfangreiche Renovierungsarbeiten ausgeführt,
schließlich erfolgten anfang 2008 weitere Umbauten und Renovierungen und das Hotel
wurde wieder als 4-Sterne-First-Class-Hotel Klassifiziert.
In den Betriebsferien des Hotels Januar/Februar 2010 erfolgten weitere Renovierungsarbeiten in den Hotelzimmern und in den öffentlichen Hotelbereichen sowie im Restaurant.





Die Freimaurer Loge "Zu den drei Sternen"
 
1926 erbaute der damalige Eigentümer Johannes Fleeth in Gemeinschaft mit der Freimaurer Loge einen sehr schönen kleineren Saal im Obergeschoß des Hauses hinter der Bühne.
Dieser Saal wurde am 7. März 1926 feierlich zur Loge der Freimaurer.
Vielen Norder ist dieser Saal unter dem späteren Namen "Fliegersaal" bekannt.
Mitte 1928 gehörten der Loge fast 40 Mitglieder an.

Aufgrund von Gewaltübergriffen der Nazis lösten die Logenbrüder die Loge freiwillig auf und umgingen somit der zwangsweisen Auflösung aller Logen in Deutschland 1935.

Bis zur Neugründung am 03. Januar 2002 gab es in Norden keine Freimaurer Loge mehr.

Von der alten Loge sind diese schönen Buntglasfenster erhalten geblieben, die leider nicht der öffentlichkeit zugänglich sind: